Die Erde

Amerika

Lage Südamerikas
Lage Südamerikas
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Amerika verdankt seinen Namen dem Seefahrer Amérigo Vespucci (1454-1512). 1507 notierte der deutsche Kartograph Martin Waldseemüller auf seiner Weltkarte zum ersten Mal den Namen America. Diese leitete sich von der lateinisierte Neufassung Americus Vespucius ab und nahm wie für Kontinente üblich, die weibliche Form. Die Bezeichnung der Ureinwohner Amerikas als Indianer, geht auf die Annahme zurück, dass es sich um den entdeckten Erdteil um Indien handele.

Der amerikanische Kontinent reicht 83. nördlichen Breitengrad bis zum 56. südluchen Breitengrad. Die entspricht einer Ausdehnung von ungefähr 15.000 Kilometern. Die Ost-West-Ausdehnung reicht vom 35. westlichen Längengrad bis zum 172. östlichen Breitengrad. Mir einer Gesamtfläche von 42 Millionen Quadratkilometern ist Amerika nach Asien der größte Kontinent.

Oftmals wird Amerika als ein Kontinent angesehen. Dies ist aber nicht ganz korrekt. Amerika besteht aus zwei Kontinenten. Nordaemrika, welches auf der nordamerikanischen Platte liegt, und Südamerika, welches auf der südamerikanischen Platte liegt, sind die die "eigentlichen" Kontinente. Mittelamerika liegt auf der karibischen Platte, wird aber nicht als eigentständiger Kontinent angesehen.

Südamerika

Politische Aufteilung von Südamerika
Politische Aufteilung von Südamerika
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Ein Großteil des Kontinents besteht aus tropischen Gebieten. Das bekannteste Tropische Gebiet ist der Amazonasbecken. Der westliche Teil Südamerikas wird von den Anden geprägt. Die Anden sind mit 7.500 Kilometern die längste Gebirgskette der Erde. Aconcagua, der höchste Berg der Anden, ist 6.959 m hoch und liegt zwischen Argentinien und Chile. Das Gebiet der Anden ist tektonisch aktiv und so gibt es dort viele Vulkane, die im Süden der Anden in die Vulkan- und Geysirtundra überlaufen.

Zwischen Anden und Pazifik liegt in Nordchile die extrem aride Atacama-Wüste. Die Wüste liegt im Regenschatten der Anden und ein Ostwind bringt keine Regenwolken vom Meer heran, da vor der Küste der Humboldtstrom fließt, welcher die Bildung von Regenwolken verhindert. Das kalte Meerwasser bedingt allerdings, dass es in der Atacama relativ mild und besonders in Küstennähe Nebel vorzufinden ist. Alle 6 bis 10 Jahre erböüht aber die Wüste. Die wird durch den El Niño verursacht, der den Humboldtstrom zurück drängt.

Trotz des trockenen Klimas wurde die Atacama von den Völkern der Acatameños, Aymara, Chinchorros und Diaguitas besiedelt.

Das Bergland von Guyana befindet ist im Nordosten Südamerika und im Süden schließt sich das Amazonasbecken an. Durch das Amzonasbecken fließt der Amazonas. Mit fast 7000 Kilometern zählt der Amazonas als der längste Fluss der Welt. Die Angaben der Länge schwanken allerdings. Der Amazonas befördert 1/5 der ins Meer fließende Süßwassermenge. Der mittlere Abfluss des Amazonas beträgt 120.000 m3/sec. Zum Vergleich: Der Fluss mit dem größten Abfluss in Europa ist die Wolga mit "nur" 8.060 m3/sec. Im Süden wird das Amzonasbecken durch das brasilianische Bergland begrenzt.

In Südamerika kann man folgende Staaten finden:

politisches Südamerika im PDF-Format.
Südamerika im PDF-Format.

Geschichte

Derzeit ist die gängige Meinung, dass Amerika 40.000 v. Chr. aus Asien besiedelt wurde. Die Einwanderer sollen über die Beringstraße gekommen sein. In Südamerika tauchten die ersten spuren einer Besiedlung 20.000 bis 10.000 v. Chr. auf. Als älteste Kultur gilt die Valdívia-Kultur in Ecuador. Sie wird auf das 4. Jahrtauscen v. Chr. datiert. Die früheste, heute noch erkennbare Kultur, war die der Chavín, welche etwa 800 bis 300 v. Chr. existiert hat. Weitere Hochkulturen waren die Paracas-, Herrera-, Nazca- und Chachapoya-Kulturen.

Die bekannteste Hochkultur ist jedoch die Kultur der Inka. Etwa 1200 bis 1532 schufen sie ein Reich, dass sich über große Teile des Kontinents erstreckte. Durch die Eroberer wurde das Reich allerdings zerschlagen.

1494 wurde der südamerikanische Kontinent im Vertrag von Tordesillas aufgeteilt. Alles was westlich des 38. Breitengrad lag, sollte den Spaniern gehören und alles östlich davon den Portugiesen.

1543 werden die Vizekönigrieche Neuspanien (Mexiko und Venezuela) und Peru (spanischer Teil Südamerikas und Panama) gegründet. 1717 lösen sich Ecuador, Kolumbien, und Venezuela aus ihrem Königreich und bilden das Vizekönigreich Neugranada. 1776 folgen Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay diesem Beispiel und schaffen das Vizekönigreich des Río de la Plata.

Der Drang nach Unabhängig nahm weiter zu und 1813 siegten die Aufständischen in Caracas unter dem Anführer Simón Bolívar. Argentinien erkämpft sich 1816 die Unabhängigkeit. Chiles Unabhägigkeit folgt 1817/1818. 1819 wird Kolumbien durch die Schlacht von Boyaca befreit. Ecuador erreicht 1822 seine Unabhängigkeit. Die Heere von José de San Martín und Simón Bolívar vereinigten sich und gewannen die Entscheidungsschlacht bei Ayacucho in Peru am 9. Dezember 1824. Mit dieser Schlacht zogen sich die Spanier endgültig aus Südamerika zurück.

Nach der Unabhängigkeit von Spanien schlossen sich Venezuela, Kolumbien und Ecuador zu Großkolumbien zusammen. Peru und Bolivien schließen sich kurzzeitig dem Bündnis an, jedoch zerfällt diese Bündnis 1832 schon wieder.

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Letzte Änderung vom 19.02.2017