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Der Atlantische Ozean – Lebensraum, Klimamotor und Verbindung zwischen Kontinenten

Nordatlantik
Nordatlantik
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Der Atlantische Ozean, auch Atlantik genannt, trennt nicht nur Europa und Afrika von Amerika, sondern verbindet seit Jahrhunderten auch Menschen, Kulturen, Handelsräume und Ökosysteme miteinander. Auf seinen Wellen sind Frachtschiffe, Forschungsschiffe und Fischereiflotten unterwegs. Unter seiner Oberfläche bewegen sich gewaltige Wassermassen, während auf seinem Grund Gebirge, Tiefseegräben und Vulkanlandschaften verborgen liegen.

Gleichzeitig wirkt der Atlantik als wichtiger Bestandteil des globalen Klimasystems. Er nimmt Wärme auf, transportiert sie über Meeresströmungen und liefert durch Verdunstung einen großen Teil der Feuchtigkeit, aus der Wolken und Niederschläge entstehen. Zudem bietet er unzähligen Arten einen Lebensraum – vom mikroskopisch kleinen Plankton bis zum gewaltigen Blauwal.

Betrachtest du den Atlantischen Ozean genauer, erkennst du deshalb weit mehr als eine riesige Wasserfläche zwischen den Kontinenten. Du entdeckst einen dynamischen Naturraum, dessen Entwicklung, Nutzung und Schutz die Zukunft vieler Menschen beeinflussen.

Inhaltsverzeichnis

Wo liegt der Atlantische Ozean?

Südatlantik
Südatlantik
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Der Atlantische Ozean liegt zwischen den amerikanischen Kontinenten im Westen und Europa sowie Afrika im Osten. Er reicht im Norden bis in die arktischen Regionen und erstreckt sich im Süden bis zum Südlichen Ozean. Er durchquert somit nahezu alle Klimazonen der Erde: von den eisigen Gewässern nahe Grönland bis zu den warmen Tropen und den stürmischen Breiten der Südhalbkugel.

Mit einer Fläche von rund 106,46 Millionen Quadratkilometern ist der Atlantik nach dem Pazifik der zweitgrößte Ozean der Erde. In dieser Berechnung sind seine zahlreichen Rand- und Nebenmeere enthalten.

Grenzen und angrenzende Kontinente

Seine Grenzen werden im Westen durch Nord- und Südamerika und im Osten durch Europa und Afrika gebildet. Allerdings lassen sich die Übergänge zu den anderen Ozeanen nicht überall durch Küsten oder Inselketten erkennen. Oftmals handelt es sich um gedachte geografische Linien, die von internationalen Fachorganisationen festgelegt wurden.

Im Norden geht der Atlantik in den Arktischen Ozean über. Meerengen zwischen Grönland, Island und Nordeuropa verbinden beide Ozeane miteinander. Im Süden liegt der Übergang zum Südlichen Ozean, der die Antarktis umschließt.

Es bestehen außerdem mehrere Verbindungen zu anderen Weltmeeren. Südlich von Afrika trifft der Atlantik auf den Indischen Ozean. Zwischen Südamerika und der Antarktischen Halbinsel gelangt Wasser durch die Drake-Passage in den Pazifik. Der künstlich angelegte Panamakanal verbindet zudem den Atlantik über das Karibische Meer mit dem Pazifischen Ozean.

Nordatlantik und Südatlantik

Der Äquator teilt den Atlantik in den Nordatlantik und den Südatlantik. Diese unterscheiden sich deutlich voneinander, sowohl klimatisch als auch ozeanografisch. Der Nordatlantik ist stärker von großen Landmassen, dicht besiedelten Küstenregionen und bedeutenden Schifffahrtswegen umgeben. Hier liegen unter anderem die Verbindungen zwischen Europa und Nordamerika.

Der Südatlantik wirkt dagegen vielerorts offener und weniger stark gegliedert. Zwischen Südamerika und Afrika erreicht er eine beträchtliche Breite. Dennoch spielen auch dort wichtige Strömungen, Fischereigebiete und Handelsrouten eine große Rolle.

Beide Teile sind durch das System der äquatorialen Strömungen miteinander verbunden. Dadurch bewegen sich Wasser, Wärme, Nährstoffe und Lebewesen fortlaufend zwischen den nördlichen und südlichen Regionen.

Nebenmeere und Randmeere des Atlantiks

Der Atlantische Ozean ist durch seine zahlreichen Nebenmeere ein weit verzweigter Meeresraum. Zu den bekanntesten zählen die Nordsee, die Ostsee, das Mittelmeer, das Karibische Meer und der Golf von Mexiko.

Auch die Labradorsee zwischen Kanada und Grönland, die Irische See, die Biskaya und das Europäische Nordmeer zählen dazu. Einige dieser Meere sind durch schmale Meerengen mit dem offenen Atlantik verbunden. So erreicht das Mittelmeer den Ozean beispielsweise über die Straße von Gibraltar, während die Ostsee über die dänischen Meerengen, das Kattegat und das Skagerrak angebunden ist.

Eine besondere Stellung nimmt die Sargassosee ein. Sie besitzt keine Küsten, sondern wird durch ein System umlaufender Meeresströmungen begrenzt.

Größe, Tiefe und Wasservolumen

Äquator im Atlantik
Äquator im Atlantik
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Nach dem Pazifik ist der Atlantische Ozean der zweitgrößte Ozean der Erde. Seine enorme Ausdehnung wird jedoch erst deutlich, wenn man nicht nur seine Oberfläche, sondern auch seine Tiefe berücksichtigt. Im Durchschnitt liegen unter jedem Quadratkilometer Wasser mehrere Kilometer Wassersäule.

Dadurch speichert der Atlantik gewaltige Mengen an Wärme, Kohlenstoff und gelösten Stoffen. Gleichzeitig bietet er Raum für unterschiedliche Lebenszonen, die von der sonnendurchfluteten Oberfläche bis in die vollständig dunkle Tiefsee reichen.

Fläche und Ausdehnung

Mit seinen Nebenmeeren bedeckt der Atlantik eine Fläche von rund 106,46 Millionen Quadratkilometern. Seine Form ähnelt auf Karten einem langgezogenen „S“. Er ist vergleichsweise schmal zwischen Europa und Nordamerika, während er sich weiter südlich zwischen Afrika und Südamerika deutlich verbreitert.

Von Norden nach Süden erstreckt sich das atlantische System über viele Tausend Kilometer. Diese Ausdehnung erklärt, warum du im Atlantik so unterschiedliche Bedingungen vorfindest: Im Norden gibt es Meereis und Eisberge, in der Karibik tropische Korallenriffe und im Süden kühle, sturmreiche Gewässer.

Durchschnittliche und maximale Tiefe

Obwohl der Atlantik an vielen Stellen mehrere Tausend Meter tief ist, ist sein Boden nicht gleichmäßig geformt. Kontinentalschelfe gehen in steile Kontinentalhänge über. An diese schließen sich Tiefseeebenen, unterseeische Berge, Schluchten und vulkanische Gebiete an.

Besonders prägend ist der Mittelatlantische Rücken, der sich der Länge nach durch den Ozean zieht. Daneben gibt es zahlreiche Tiefseebecken, die von Sedimenten bedeckt sind. Diese Ablagerungen bestehen unter anderem aus Ton, Sand, den Resten kleiner Meeresorganismen sowie Material, das Flüsse von den Kontinenten ins Meer transportieren.

Das Milwaukeetief im Puerto-Rico-Graben

Die tiefste bekannte Region des Atlantischen Ozeans ist der Puerto-Rico-Graben, der sich nördlich von Puerto Rico und den Jungferninseln befindet. Dort überschreiten die Wassertiefen 8.400 Meter. Der Meeresboden liegt somit mehr als acht Kilometer unter der Wasseroberfläche.

Ein besonders tiefer Bereich innerhalb des Grabens wird als Milwauketief bezeichnet. Zu beachten ist, dass die genauen Tiefenangaben je nach Messmethode und vermessenem Punkt etwas voneinander abweichen können.

Der Puerto-Rico-Graben entstand an einer komplexen Plattengrenze. In seiner Umgebung treten deshalb Erdbeben auf, die grundsätzlich auch Tsunamis auslösen können. Die Vermessung des Grabens hilft Wissenschaftler:innen daher nicht nur bei der Erforschung der Tiefsee, sondern auch bei der Einschätzung geologischer Risiken.

Wie der Atlantische Ozean entstand

Laurasia und Gondwana im Trias
Laurasia und Gondwana im Trias
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Der Atlantische Ozean entstand, als der Urkontinent Pangäa zu zerbrechen begann. Seine heutige Form ist somit das Ergebnis eines geologischen Prozesses, der sich über viele Millionen Jahre erstreckte und bis heute andauert.

Auf einer Weltkarte erscheinen Kontinente zwar unbeweglich, tatsächlich liegen sie jedoch auf tektonischen Platten. Diese Platten bewegen sich langsam auf dem zähflüssigen Erdmantel. So entstehen Ozeane, Gebirge, Vulkane und Tiefseegräben.

Der Zerfall von Pangäa

Vor rund 200 Millionen Jahren begannen große Teile Pangäas, sich voneinander zu entfernen. Zunächst entstanden Risse und abgesenkte Becken. Anschließend drang Magma aus dem Erdinneren nach oben und bildete eine neue ozeanische Kruste.

Nordamerika entfernte sich allmählich von Europa, während sich Südamerika von Afrika löste. Zwischen den auseinanderdriftenden Landmassen öffnete sich ein wachsendes Meeresbecken: der Atlantik.

Die passenden Formen der südamerikanischen und afrikanischen Küsten lieferten später einen wichtigen Hinweis auf diese Entwicklung. Noch überzeugender waren jedoch geologische Übereinstimmungen, Fossilienfunde und magnetische Streifen auf dem Meeresboden.

Der Mittelatlantische Rücken

Mit dem Mittelatlantischen Rücken verläuft durch die Mitte des Atlantiks eines der größten zusammenhängenden Gebirgssysteme der Erde. Es zieht sich nahezu durch den gesamten Ozean und kennzeichnet eine Grenze, an der tektonische Platten auseinanderdriften.

Dabei steigt Magma durch Spalten im Meeresboden auf. Es kühlt ab, erstarrt und bildet so neue ozeanische Erdkruste. Anschließend bewegt sich die Kruste langsam vom Rücken weg. Dieser Vorgang wird von Geologinnen und Geologen als Ozeanbodenspreizung bezeichnet.

Auf beiden Seiten des Rückens fanden Forschende symmetrisch angeordnete magnetische Streifen. Sie entstanden, weil sich das Magnetfeld der Erde im Verlauf der Erdgeschichte mehrfach umkehrte und die erstarrenden Gesteine jeweils die aktuelle Ausrichtung des Magnetfelds speicherten. Diese Entdeckung lieferte entscheidende Belege für die Theorie der Plattentektonik.

Der Atlantik wächst bis heute

Die Kontinente auf beiden Seiten des Atlantiks entfernen sich nach wie vor langsam voneinander. Dabei geht es nicht um Kilometer pro Jahr, sondern lediglich um wenige Zentimeter. Über Millionen von Jahren summieren sich diese kleinen Bewegungen jedoch zu gewaltigen Entfernungen.

Der Atlantik wächst deshalb weiter, während an anderen Stellen der Erde alte ozeanische Kruste in Tiefseegräben in den Erdmantel absinkt. Der Meeresboden wird also ständig neu gebildet, bewegt und an bestimmten Plattengrenzen wieder in das Erdinnere zurückgeführt.

Island macht diesen Prozess besonders anschaulich. Dort erhebt sich der Mittelatlantische Rücken über die Wasseroberfläche. Auf der Insel kannst du Landschaften besuchen, in denen die Nordamerikanische und die Eurasische Platte auseinanderdriften.

Inseln und Inselgruppen im Atlantik

Im Atlantik liegen zahlreiche Inseln, die durch Vulkanismus, Kontinentalbewegungen, Ablagerungen oder Korallenwachstum entstanden sind. Einige von ihnen befinden sich in der Nähe der Kontinente, andere liegen Tausende Kilometer vom nächsten Festland entfernt.

Dadurch entwickelten sich auf vielen Atlantikinseln besondere Ökosysteme. Abgeschiedene Lebensräume begünstigten die Entstehung von Tier- und Pflanzenarten, die nur in einer kleinen Region vorkommen.

Inseln des Nordatlantiks

Der Nordatlantik beherbergt sowohl große Inseln als auch abgelegene, vulkanische Inselgruppen. Grönland ist die größte Insel der Erde. Große Teile seiner Oberfläche sind von einem mächtigen Eisschild bedeckt.

Weiter östlich liegen Island, die Färöer und die Britischen Inseln. Im wärmeren östlichen Atlantik liegen die Azoren, Madeira und die Kanarischen Inseln. Diese Inselgruppen sind größtenteils durch vulkanische Prozesse entstanden.

Bermuda liegt dagegen weit im westlichen Nordatlantik. Die Inselgruppe ist für ihre Korallenriffe, ihr subtropisches Klima und ihre Lage an wichtigen historischen Schifffahrtsrouten bekannt.

Inseln des Südatlantiks

Die vielen Inseln des Südatlantiks liegen weit entfernt von den Kontinenten und zählen zu den isoliertesten Orten der Erde. Dazu gehören beispielsweise St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha. Ihre Abgeschiedenheit hat sowohl die Natur als auch die Geschichte dieser Inseln geprägt.

Weiter südlich liegen die Falklandinseln und Südgeorgien. Dort herrscht ein deutlich kühleres Klima. Die nährstoffreichen Gewässer bieten unter anderem [LINK keyword="Pinguin"]Pinguinen[LINK], Robben und Seevögeln wichtige Lebens- und Fortpflanzungsräume.

Auch die unbewohnte Bouvetinsel zählt geografisch zum Südatlantik. Sie liegt allerdings bereits nahe dem Südlichen Ozean und ist größtenteils von Eis bedeckt.

Vulkanische Entstehung vieler Atlantikinseln

Zahlreiche Inseln sind dort entstanden, wo Magma aus dem Erdmantel bis an die Meeresoberfläche aufgestiegen ist. Einige von ihnen liegen direkt am Mittelatlantischen Rücken, andere sind über sogenannte Hotspots entstanden, an denen besonders heißes Material aus tieferen Bereichen des Erdmantels aufsteigt.

Unterseeische Vulkane wachsen durch wiederholte Ausbrüche. Erreichen sie irgendwann die Wasseroberfläche, entsteht eine neue Insel. Gleichzeitig tragen Wind, Wellen und Regen das vulkanische Gestein wieder ab.

Deshalb verändern sich Inseln fortlaufend. Einige wachsen durch neue Lava, während andere langsam erodieren oder absinken. In tropischen Regionen können Korallen am Rand sinkender Vulkaninseln weiterwachsen und schließlich ringförmige Atolle bilden.

Meeresströmungen im Atlantischen Ozean

Wasserscheiden
Wasserscheiden
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Im Atlantik transportieren gewaltige Meeresströmungen Wärme, Nährstoffe, Sauerstoff und Salz über Tausende Kilometer. Sie verbinden die tropischen Gewässer mit den Polarregionen und beeinflussen sowohl das Leben im Meer als auch das Klima an Land.

Dabei wirken verschiedene Kräfte zusammen. Winde treiben vor allem oberflächennahe Strömungen an. Die Erdrotation lenkt das Wasser ab, während Kontinente die Strömungsbahnen begrenzen. In der Tiefe spielen zudem Temperatur und Salzgehalt eine entscheidende Rolle.

Der Golfstrom

Der Golfstrom ist eine der bekanntesten Meeresströmungen. Er transportiert warmes Wasser aus den Tropen in Richtung Nordatlantik. Er wird durch Strömungen gespeist, die durch das Karibische Meer und den Golf von Mexiko fließen.

Anschließend bewegt er sich durch die Floridastraße und entlang der Ostküste Nordamerikas nach Norden. Später löst er sich von der Küste und fließt als breites Strömungssystem in den offenen Nordatlantik.

Ein Teil des warmen Wassers setzt seinen Weg als Nordatlantikstrom in Richtung Europa fort. Dabei gibt der Ozean Wärme an die Atmosphäre ab. Westwinde transportieren einen Teil dieser Wärme weiter, wodurch das Klima in Nordwesteuropa mitgeprägt wird.

Allerdings solltest du den Golfstrom nicht mit der Atlantischen Umwälzzirkulation gleichsetzen. Der Golfstrom ist Teil eines größeren Systems und wird stark durch Winde sowie die Erdrotation angetrieben.

Kalte Strömungen des Atlantiks

Neben warmen Strömungen beeinflussen auch kalte Wassermassen die Temperaturen und Ökosysteme an den Küsten. So transportiert der Labradorstrom beispielsweise kaltes Wasser aus arktischen Regionen entlang der kanadischen Küste nach Süden. Dabei kann er Eisberge bis in viel weiter südlich gelegene Gebiete tragen.

Vor Nordwestafrika fließt der Kanarenstrom südwärts. Er bringt vergleichsweise kühles Wasser in diese subtropische Region. Vor der südwestafrikanischen Küste wirkt der Benguelastrom ähnlich. Dort steigt zusätzlich nährstoffreiches Tiefenwasser auf.

An der Ostküste Südamerikas bewegt sich der kalte Falklandstrom nach Norden. Vor Argentinien und Uruguay trifft er auf den warmen Brasilstrom. In diesem Übergangsgebiet entstehen starke Temperaturunterschiede und biologisch produktive Meeresregionen.

Die atlantische Umwälzzirkulation

An der großräumigen Umwälzzirkulation sind sowohl oberflächennahe Strömungen als auch kalte Tiefenströmungen beteiligt. Dieses System wird von Fachleuten als Atlantische Meridionale Umwälzzirkulation (AMOC) bezeichnet.

Die AMOC transportiert warmes und salzreiches Oberflächenwasser nach Norden. Dort gibt das Wasser Wärme an die Atmosphäre ab, kühlt sich ab und wird dichter. In bestimmten Regionen sinkt es in größere Tiefen und strömt anschließend südwärts zurück. Dabei transportiert das System nicht nur Wärme, sondern auch Salz, Kohlenstoff, Sauerstoff und Nährstoffe.

Die Umwälzung reagiert empfindlich auf Veränderungen von Temperatur und Salzgehalt. Eine Erwärmung sowie ein zusätzlicher Süßwassereintrag können die Dichte des Oberflächenwassers verringern und somit das Absinken beeinflussen. Wie stark sich die AMOC künftig abschwächen wird, ist weiterhin Gegenstand intensiver Forschung. Eine Gleichsetzung mit einem plötzlich „abreißenden Golfstrom“ wäre jedoch irreführend.

Auftriebsgebiete und Nährstoffreichtum

Wo kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche gelangt, entstehen besonders produktive Meeresgebiete. Dieses Wasser enthält Nährstoffe, die durch abgestorbene Organismen und biologische Prozesse in die Tiefe gelangt sind.

An der lichtreichen Oberfläche nutzen Algen und Phytoplankton diese Nährstoffe für ihr Wachstum. Das Plankton wiederum dient kleinen Krebsen, Fischen und anderen Tieren als Nahrung. So entwickeln sich umfangreiche Nahrungsketten.

Zu den besonders bedeutenden Auftriebsgebieten zählen die vor den westlichen Küsten Afrikas gelegenen Gebiete. Sie gehören zu den ertragreichsten Fischereiregionen des Atlantiks. Allerdings können Veränderungen der Winde, der Wassertemperaturen und der Strömungen ihre Produktivität beeinflussen.

Der Atlantik als Motor des Klimas

Der Atlantische Ozean hat einen großen Einfluss auf Temperaturen, Niederschläge und Wettersysteme, die weit über seine Küsten hinausreichen. Er steht in ständigem Austausch mit der Atmosphäre: Das Wasser nimmt Wärme auf, gibt sie wieder ab und liefert durch Verdunstung Feuchtigkeit.

Da Wasser wesentlich mehr Wärme speichern kann als Luft, reagiert der Ozean langsamer auf Temperaturveränderungen als das Festland. Dadurch gleicht er jahreszeitliche Schwankungen aus und prägt insbesondere das Klima der Küstenregionen.

Wärmespeicher und Wärmetransport

Wasser kann große Mengen Wärme aufnehmen und über lange Zeiträume speichern. Daher wirken Ozeane als Puffer im Klimasystem. Küstenregionen erleben deshalb häufig mildere Winter und kühlere Sommer als Gebiete im Inneren großer Kontinente.

Meeresströmungen verteilen die gespeicherte Energie. Im Atlantik transportieren sie beispielsweise warmes Wasser aus den Tropen nach Norden und kaltes Wasser in Richtung Äquator. Dadurch entstehen regionale Temperaturunterschiede, die wiederum den Luftdruck, den Wind und die Niederschläge beeinflussen.

Nach aktuellen Auswertungen des NOAA speichert der globale Ozean rund 91 Prozent der zusätzlichen Wärme, die durch den verstärkten Treibhauseffekt im Klimasystem zurückgehalten wird. Ein steigender Wärmeinhalt fördert unter anderem den Anstieg des Meeresspiegels, marine Hitzewellen und Korallenbleichen.

Verdunstung, Wolken und Niederschläge

Über dem Atlantik verdunsten täglich enorme Wassermengen, die später in Form von Regen oder Schnee auf die Kontinente zurückkehren. Insbesondere in warmen Regionen gelangt viel Wasserdampf in die Atmosphäre.

Wenn feuchte Luft aufsteigt, kühlt sie ab. Der Wasserdampf kondensiert dabei an kleinen Partikeln und bildet Wolkentröpfchen. Aus diesen entwickeln sich unter geeigneten Bedingungen Niederschläge.

Westliche Luftströmungen transportieren Feuchtigkeit aus dem Nordatlantik nach Europa. Gleichzeitig gelangt Wasserdampf aus dem tropischen Atlantik in die Karibik, nach Nord- und Südamerika sowie nach Westafrika. Der Ozean verbindet somit den globalen Wasserkreislauf mit den regionalen Wettersystemen.

Hurrikane über dem tropischen Atlantik

Besonders warmes Oberflächenwasser im tropischen Atlantik kann die Entstehung mächtiger Wirbelstürme begünstigen. Ein Hurrikan benötigt jedoch mehrere Voraussetzungen gleichzeitig: ausreichend warmes Wasser, hohe Luftfeuchtigkeit, eine instabile Atmosphäre, geringe vertikale Windscherung und genügend Abstand zum Äquator.

Warmes Meerwasser verdunstet und liefert dem entstehenden Sturm Feuchtigkeit. Wenn die feuchte Luft aufsteigt und kondensiert, wird Wärme frei. Diese Energie kann Gewitter verstärken und den Luftdruck im Zentrum des Systems weiter senken.

Viele atlantische Hurrikane entstehen aus tropischen Wellen, die von Afrika nach Westen ziehen. Ihre Zugbahnen können sie in die Karibik, in den Golf von Mexiko oder an die Küsten Nordamerikas führen. Allerdings entwickelt sich nur ein Teil dieser Störungen tatsächlich zu einem Tropensturm oder Hurrikan.

Klimaschwankungen im Nordatlantik

Veränderungen des Luftdrucks über dem Nordatlantik können sich über Wochen oder Monate hinweg auf das Wetter in Europa und Nordamerika auswirken. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Nordatlantische Oszillation.

Dabei verändern sich die Druckunterschiede zwischen dem subtropischen Hochdruckgebiet bei den Azoren und dem Tiefdruckgebiet in der Nähe Islands. Starke Druckunterschiede fördern kräftige Westwinde, die häufig milde und feuchte Luft nach Nord- und Mitteleuropa bringen.

Bei schwächeren Druckunterschieden können sich die Zugbahnen von Tiefdruckgebieten verändern. Dadurch verändern sich Temperaturen und Niederschläge. Die Nordatlantische Oszillation erklärt jedoch nicht jedes einzelne Wetterereignis. Sie beschreibt ein großräumiges Muster, das andere Einflüsse überlagert.

Lebensräume und Artenvielfalt

Vom lichtdurchfluteten Oberflächenwasser bis zur dunklen Tiefsee bietet der Atlantik eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume. Welche Arten in einer Region leben können, wird durch Temperatur, Licht, Salzgehalt, Strömung und Nährstoffangebot bestimmt.

Besonders artenreich sind Küsten, Korallenriffe, Flussmündungen, Seegraswiesen, unterseeische Berge und Auftriebsgebiete. Doch auch die scheinbar leere offene See und die Tiefsee beherbergen komplexe Lebensgemeinschaften.

Leben in der offenen See

In der offenen See bildet winziges Plankton die Grundlage eines weit verzweigten Nahrungsnetzes. Zum Phytoplankton gehören mikroskopisch kleine Organismen, die mithilfe von Sonnenlicht Fotosynthese betreiben. Zooplankton ernährt sich teilweise von ihnen und dient wiederum Fischen als Nahrung.

In den oberen Wasserschichten leben unter anderem Makrelen, Thunfische und Schwertfische. Viele dieser Arten legen große Entfernungen zurück, um Nahrung, optimale Wassertemperaturen oder Fortpflanzungsgebiete zu erreichen.

Auch Haie, Delfine und Meeresschildkröten durchqueren den offenen Atlantik. Einige Tiere halten sich überwiegend nahe der Oberfläche auf, andere tauchen zur Nahrungssuche mehrere Hundert oder sogar Tausende Meter tief.

Wale und andere Meeressäuger

Mehrere Walarten nutzen den Atlantik für ihre langen Wanderungen zwischen ihren Nahrungs- und Fortpflanzungsgebieten. Buckelwale beispielsweise ziehen zwischen kalten, nahrungsreichen Gewässern und wärmeren Gebieten, in denen sie ihre Jungen zur Welt bringen.

Im Atlantik leben außerdem Blauwale, Pottwale, Grindwale und verschiedene Delfinarten. Der Nordatlantische Glattwal, auch Nordkaper genannt, zählt zu den besonders stark bedrohten Großwalen. Zusammenstöße mit Schiffen und das Verfangen in Fischereileinen gefährden die verbliebenen Tiere.

Meeressäuger übernehmen wichtige Aufgaben in marinen Ökosystemen. Sie beeinflussen Nahrungsketten und transportieren durch ihre Ausscheidungen Nährstoffe zwischen unterschiedlichen Wasserschichten.

Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven

Zu den artenreichsten Ökosystemen in den warmen Küstenregionen des Atlantiks gehören Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven. Besonders in der Karibik bilden Korallenriffe dreidimensionale Strukturen, in denen Fische, Krebstiere, Schwämme und zahlreiche weitere Organismen leben.

Seegraswiesen bieten Jungfischen Schutz und Nahrung. Zudem stabilisieren sie Sedimente und speichern Kohlenstoff. Mangroven wachsen dagegen im Übergangsbereich zwischen Land und Meer. Ihre Wurzeln bremsen Wellen, halten Schwebstoffe zurück und schaffen geschützte Kinderstuben für viele Arten.

Diese Lebensräume hängen eng zusammen. Tiere wechseln während ihrer Entwicklung häufig zwischen Mangroven, Seegraswiesen, Riffen und offener See. Wird eines dieser Ökosysteme beschädigt, wirkt sich das deshalb auch auf die anderen aus.

Leben in der Tiefsee

Trotz Dunkelheit, Kälte und hohem Wasserdruck gibt es in der Tiefsee zahlreiche hoch spezialisierte Organismen. Unterhalb von etwa 200 Metern nimmt das Sonnenlicht stark ab. Fotosynthese ist dort kaum oder gar nicht mehr möglich.

Viele Tiefseetiere sparen Energie, wachsen langsam oder besitzen besonders große Mäuler, um die seltene Beute nutzen zu können. Andere erzeugen durch Biolumineszenz eigenes Licht. Damit locken sie Beute an, kommunizieren oder tarnen ihre Silhouette.

An hydrothermalen Quellen entsteht sogar Leben ohne Sonnenenergie. Dort treten heiße, mineralreiche Flüssigkeiten aus dem Meeresboden aus. Bakterien gewinnen Energie aus chemischen Verbindungen und bilden die Grundlage für besondere Ökosysteme. Solche Quellen treten häufig in der Nähe von Plattengrenzen und mittelozeanischen Rücken auf.

Auch unterseeische Berge bieten vielfältige Lebensräume. Strömungen versorgen ihre Hänge mit Nahrung, während die Felsen festen Untergrund für Schwämme und Kaltwasserkorallen bieten. Daher kann die Artenvielfalt an Seebergen besonders hoch sein.

Die Sargassosee – ein Meer ohne Küsten

Mitten im Nordatlantik liegt ein außergewöhnliches Meeresgebiet, das nicht durch Land, sondern durch Meeresströmungen begrenzt wird. Diese Strömungen bilden einen großen Wirbel, der die Sargassosee umschließt.

Ihr Wasser ist in der Regel klar, warm und nährstoffarm. An der Oberfläche treiben jedoch große Mengen der Braunalge Sargassum. Nach dieser Alge wurde das Meeresgebiet benannt.

Schwimmende Sargassum-Algen

Große Ansammlungen dieser schwimmenden Braunalgen bieten zahlreichen Tieren Nahrung, Schutz und einen Ort zur Fortpflanzung. Im Gegensatz zu vielen anderen Algenarten wachsen diese Sargassum-Bestände nicht fest auf dem Meeresboden. Sie treiben frei an der Oberfläche.

Zwischen ihren verzweigten Blättern leben kleine Fische, Krebse, Schnecken und andere Organismen. Einige Arten haben Färbungen und Körperformen entwickelt, durch die sie zwischen den Algen kaum auffallen.

Auch junge Meeresschildkröten nutzen die Sargassum-Matten als Schutz. Gleichzeitig suchen größere Fische und Seevögel dort nach Nahrung.

Bedeutung für den Europäischen Aal

Die Sargassosee gilt als Fortpflanzungsgebiet des Europäischen und des Amerikanischen Aals. Nach dem Schlüpfen treiben die blattförmigen Larven mit den Meeresströmungen in Richtung Europa beziehungsweise Nordamerika.

Europäische Aale verbringen den Großteil ihres Lebens in Flüssen, Seen und Küstengewässern. Später wandern sie Tausende Kilometer zurück in den Atlantik. Viele Einzelheiten dieser Reise und der Fortpflanzung sind noch nicht vollständig geklärt.

Die Sargassosee ist außerdem für wandernde Thunfische, Haie, Schwertfische und Seevögel von Bedeutung.

Bedrohungen des besonderen Ökosystems

Auch dieser weit von den Küsten entfernte Lebensraum ist durch Plastikmüll, Schiffsverkehr und klimatische Veränderungen gefährdet. Strömungen transportieren Abfall, der auf dem Wasser treibt, in das Gebiet und können ihn dort über längere Zeit konzentrieren.

Außerdem verändern steigende Wassertemperaturen die Lebensbedingungen vieler Arten. Da die Sargassosee außerhalb nationaler Küstengewässer liegt, erfordert ihr Schutz eine enge internationale Zusammenarbeit.

Der Atlantik in der Geschichte der Menschheit

Seit Jahrtausenden dient der Atlantik als Verkehrsraum und Nahrungsquelle sowie als Grenze zwischen verschiedenen Kulturen. Lange Zeit verlangte seine Überquerung Mut, Erfahrung und genaue Kenntnisse über Winde, Strömungen und Sterne.

Später entwickelte er sich zu einem zentralen Raum der Globalisierung. Waren, Pflanzen, Tiere, Sprachen, Religionen und politische Ideen gelangten über ihn. Diese Vernetzung war jedoch untrennbar mit Kolonialismus, Gewalt und Zwang verbunden.

Frühe Seefahrt und die Wikinger

Lange bevor die europäischen Entdeckungsreisen bekannt wurden, überquerten Seefahrer bereits Teile des Nordatlantiks. Küstenbewohner nutzten Boote zum Fischfang, für den Handel und um zwischen den Inseln zu reisen.

Von Skandinavien aus erreichten Wikinger zunächst Island und Grönland. Um das Jahr 1000 gelangten sie schließlich bis nach Nordamerika. Archäologische Funde in Neufundland belegen eine zeitweilige europäische Siedlung.

Allerdings waren die Inseln und Küsten Amerikas auch lange vor diesen Reisen besiedelt. Die indigenen Gesellschaften verfügten über eigene maritime Traditionen, Handelswege und umfangreiche geografische Kenntnisse.

Europäische Entdeckungsreisen

Ab dem 15. Jahrhundert rückte der Atlantik in den Mittelpunkt der europäischen Expansion und der globalen Handelsbeziehungen. Portugiesische Seefahrer erkundeten die Westküste Afrikas und suchten nach einem Seeweg nach Asien. Spanische Expeditionen segelten westwärts über den Atlantik.

Die Reise von Christoph Kolumbus im Jahr 1492 leitete eine dauerhafte Verbindung zwischen Europa und Amerika ein. Diese Reise stellte jedoch keine „Entdeckung“ eines unbewohnten Kontinents dar. In Amerika lebten bereits Millionen Menschen in vielfältigen Gesellschaften und Kulturen.

In der Folge errichteten europäische Mächte Kolonien, kontrollierten Handelswege und eigneten sich Land sowie Rohstoffe an. Gleichzeitig verbreiteten eingeschleppte Krankheiten, Kriege und Zwangsarbeit großes Leid unter der indigenen Bevölkerung.

Kolonialismus und transatlantischer Sklavenhandel

Die atlantische Vernetzung brachte nicht nur Handel und kulturellen Austausch mit sich, sondern auch Gewalt, Ausbeutung und millionenfaches Leid. Zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert verschleppten Händler Millionen Afrikaner gewaltsam über den Atlantik.

Die Gefangenen mussten die sogenannte Mittelpassage unter grausamen Bedingungen überstehen. Viele starben bereits während der Überfahrt. Die Überlebenden wurden in Amerika unter anderem auf Plantagen, in Minen und in Haushalten zur Arbeit gezwungen.

Der häufig als Dreieckshandel bezeichnete Waren- und Menschenverkehr verband Europa, Afrika und Amerika. Europäische Händler lieferten unter anderem Fertigwaren nach Afrika, verschleppten Menschen nach Amerika und transportierten Produkte wie Zucker, Baumwolle oder Tabak nach Europa.

Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen dieses Handels prägen die beteiligten Regionen bis heute. Dazu gehören strukturelle Ungleichheiten, Rassismus, kulturelle Verluste und anhaltende Debatten über Erinnerung und Verantwortung. UNESCO-Programme unterstützen deshalb Forschung, Bildungsarbeit und den Erhalt historischer Erinnerungsorte.

Auswanderung über den Atlantik

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert überquerten Millionen Menschen den Atlantik, um ein neues Leben zu beginnen. Viele von ihnen verließen Europa aufgrund von Armut, Hunger, politischer Verfolgung, religiöser Benachteiligung oder fehlender wirtschaftlicher Möglichkeiten.

Mit der Verbreitung von Dampfschiffen wurden Atlantiküberfahrten schneller, regelmäßiger und für eine größere Anzahl von Menschen erschwinglich. Dennoch blieben die Bedingungen in den unteren Passagierklassen oft beengt und unhygienisch.

Die Einwanderung veränderte insbesondere die Gesellschaften Nord- und Südamerikas. Gleichzeitig hielten viele Ausgewanderte Kontakt zu ihren Herkunftsregionen und prägten transatlantische Netzwerke aus Familien, Handel und Kultur.

Schifffahrt und wirtschaftliche Bedeutung

Der Atlantik zählt bis heute zu den wichtigsten Verkehrs- und Wirtschaftsräumen der Welt. An seinen Küsten liegen große Industriezentren, Häfen und Metropolregionen.

Über den Ozean werden Rohstoffe, Lebensmittel, Fahrzeuge, Maschinen und Konsumgüter von einem Kontinent zum anderen transportiert. Außerdem wird der Atlantik von Menschen für Fischerei, Energiegewinnung, Tourismus und Kommunikation genutzt.

Bedeutende Schifffahrtsrouten

Insbesondere zwischen Europa und Nordamerika verlaufen stark frequentierte Seewege. Containerschiffe verbinden europäische Häfen mit der Ostküste der Vereinigten Staaten und Kanadas. Weitere Routen führen nach Südamerika, Westafrika, in die Karibik sowie durch das Mittelmeer nach Asien.

Tanker transportieren Erdöl, Flüssiggas und andere Energieträger. Massengutfrachter befördern Getreide, Erze, Kohle oder Düngemittel. Darüber hinaus verkehren Kreuzfahrtschiffe vor allem in der Karibik, im Mittelmeer sowie entlang der europäischen und nordamerikanischen Küsten.

Der Panamakanal verkürzt die Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik erheblich. Schiffe müssen dadurch nicht mehr die lange und gefährliche Route um Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas nehmen.

Wichtige Häfen am Atlantik

Große Hafenstädte wie Rotterdam und Antwerpen-Brügge verbinden den internationalen Seeverkehr mit den Wirtschafts- und Industriezentren im Landesinneren. Zu den bedeutendsten europäischen Hafenregionen gehören Rotterdam und Antwerpen-Brügge. Hamburg liegt zwar an der Elbe, ist über die Nordsee jedoch unmittelbar an das atlantische Handelssystem angebunden.

In Nordamerika spielen unter anderem New York und Halifax eine wichtige Rolle. Santos ist ein bedeutender südamerikanischer Hafen, während Kapstadt wichtige Routen rund um das südliche Afrika bedient. An der westafrikanischen Küste entwickeln sich Häfen wie Lagos zu zentralen Knotenpunkten wachsender Volkswirtschaften.

Flüsse, Kanäle, Straßen und Eisenbahnen transportieren die Waren von den Häfen weiter. Ein Seehafen funktioniert daher nicht isoliert, sondern als Teil eines weit verzweigten Logistiknetzes.

Fischerei, Energie und Rohstoffe

Neben der Schifffahrt spielen die Fischerei, die Gewinnung von Offshore-Energie und die Rohstoffförderung eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Die Fischereiflotten fangen unter anderem Heringe, Makrelen, Kabeljau, Thunfische und Krustentiere.

Allerdings unterscheiden sich der Zustand und die Bewirtschaftung der Bestände je nach Region stark voneinander. Einige Bestände werden nachhaltig genutzt, andere gelten als überfischt. Die FAO bewertet deshalb zahlreiche Bestände getrennt nach Fischereigebiet und Art.

In mehreren Schelfgebieten fördern Unternehmen zudem Erdöl und Erdgas. Gleichzeitig wächst die Bedeutung der Offshore-Windkraft, besonders in der Nordsee und vor den Küsten Nordamerikas.

Auch der Meeresboden enthält mineralische Rohstoffe. Ihr möglicher Abbau ist jedoch umstritten, da über die Ökosysteme der Tiefsee noch viele Wissenslücken bestehen und mögliche Schäden sehr lange bestehen bleiben könnten.

Unterseeische Datenkabel im Atlantik

Ein großer Teil des internationalen Datenverkehrs wird nicht per Satellit, sondern über Kabel auf dem Meeresboden übertragen. Der Atlantik ist deshalb nicht nur ein wichtiger Schifffahrtsweg, sondern auch eine zentrale digitale Verbindung zwischen den Kontinenten.

Bereits im 19. Jahrhundert ermöglichten Telegrafenkabel eine schnelle Kommunikation zwischen Europa und Nordamerika. Moderne Glasfaserkabel übertragen hingegen enorme Datenmengen innerhalb von Sekunden.

Digitale Verbindung zwischen den Kontinenten

Transatlantische Glasfaserkabel ermöglichen den schnellen Datenaustausch zwischen Europa, Afrika und Amerika. Über sie werden Videokonferenzen abgehalten, Finanztransaktionen durchgeführt, Cloud-Dienste genutzt, Nachrichten versendet und private Kommunikation betrieben.

Weltweit transportieren Unterseekabel etwa 99 Prozent des internationalen Internetverkehrs. Mehr als 500 aktive und geplante Telekommunikations-Kabelsysteme durchziehen die Weltmeere.

Die Kabel bestehen aus feinen Glasfasern, die von mehreren Schutzschichten umgeben sind. In tiefem Wasser sind sie meist relativ dünn. In Küstennähe erhalten sie eine stärkere Ummantelung, da dort mehr Gefahren durch Schiffe und Fischerei bestehen.

Empfindliche Infrastruktur am Meeresboden

Obwohl die Kabel tief unter Wasser liegen, können sie durch Erdbeben, Unterwasserlawinen, Schiffsanker, Fischereigeräte oder technische Defekte beschädigt werden. Die meisten Schäden entstehen durch unbeabsichtigte menschliche Aktivitäten.

Fällt ein Kabel aus, leiten Netzbetreiber die Daten häufig über andere Verbindungen um. Dennoch können Regionen mit nur wenigen Anbindungen erhebliche Störungen erleben.

Reparaturschiffe müssen die beschädigte Stelle zunächst genau lokalisieren. Anschließend holen sie das Kabel an die Oberfläche, entfernen den defekten Abschnitt und setzen ein neues Stück ein. Ungünstiges Wetter, große Wassertiefen und fehlende Spezialschiffe können die Reparatur verzögern.

Umweltprobleme im Atlantischen Ozean

Trotz seiner gewaltigen Größe reagiert der Atlantik empfindlich auf menschliche Eingriffe sowie den globalen Klimawandel. Verschmutzungen verschwinden nicht einfach, nur weil sie sich im Meer verteilen. Viele Stoffe bleiben über Jahrzehnte erhalten oder reichern sich in Nahrungsketten an.

Gleichzeitig wirken verschiedene Belastungen zusammen. Ein durch Erwärmung geschwächtes Ökosystem kann empfindlicher auf Überfischung, Sauerstoffmangel oder Schadstoffe reagieren.

Plastikmüll und andere Verschmutzungen

Kunststoffe gelangen auf verschiedenen Wegen in den Atlantischen Ozean: über Flüsse, Küsten, Fischerei und Schifffahrt. Dazu gehören Verpackungen, Flaschen, Folien, Kunststofffasern sowie verlorene Fischereigeräte.

Durch Sonne, Wellen und Reibung werden größere Teile allmählich zu Mikroplastik zerkleinert. Dieses verschwindet jedoch nicht, sondern verteilt sich in der Wassersäule, in Sedimenten und in Organismen.

Tiere können Kunststoff mit Nahrung verwechseln oder sich in Netzen und Leinen verfangen. Besonders gefährlich sind verlorene Fischereigeräte, die noch lange nach ihrem Verlust Tiere fangen.

Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen gelangen jährlich etwa 19 bis 23 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in aquatische Ökosysteme. Diese globale Belastung betrifft Flüsse, Seen und Meere und erreicht über Strömungen auch entlegene Regionen des Atlantiks.

Neben Kunststoff belasten auch Erdöl, Schwermetalle, Chemikalien, Abwässer und zu viele Nährstoffe das Meer. Ein großer Teil dieser Verschmutzungen stammt von Land.

Überfischung und Beifang

Werden mehr Fische gefangen, als sich natürlich vermehren können, geraten Bestände und Nahrungsnetze unter Druck. Besonders gefährdet sind Arten, die langsam wachsen, spät geschlechtsreif werden oder nur wenige Nachkommen produzieren.

Historisch bekannte Beispiele zeigen, wie stark Bestände einbrechen können. So brach der Kabeljaufang vor Neufundland im späten 20. Jahrhundert nach jahrzehntelangem hohen Fischereidruck ein. Auch mehrere Haiarten leiden unter gezieltem Fang und Beifang.

Letzterer entsteht, wenn neben den gewünschten Arten auch Delfine, Meeresschildkröten, Seevögel oder Jungfische in Netzen oder an Leinen gefangen werden. Selektivere Fanggeräte und zeitlich begrenzte Sperrgebiete können dieses Problem verringern.

Illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei erschwert den Schutz zusätzlich. Deshalb benötigen die Behörden verlässliche Daten, Kontrollen und eine internationale Abstimmung der Fangregeln.

Erwärmung und Versauerung

Der Atlantik nimmt einen Teil der zusätzlichen Wärme und des Kohlendioxids aus der Atmosphäre auf. Dadurch bremst der Ozean zunächst die Erwärmung der Luft. Gleichzeitig verändert sich jedoch das Meer selbst.

Steigende Wassertemperaturen verschieben die Verbreitungsgebiete vieler Arten. Einige Fische wandern in Richtung der Pole oder in größere Tiefen. Marine Hitzewellen können zudem Korallen, Seegraswiesen und andere empfindliche Ökosysteme belasten.

Wenn Meerwasser Kohlendioxid aufnimmt, verändert sich seine Chemie. Die Konzentration von Wasserstoffionen steigt und der pH-Wert sinkt. Der Ozean wird dadurch zwar nicht zu einer Säure, seine Alkalität nimmt jedoch ab. Dieser Vorgang wird als Ozeanversauerung bezeichnet.

Der globale Ozean nimmt etwa 30 Prozent des vom Menschen freigesetzten Kohlendioxids auf. Seit Beginn der Industrialisierung ist der durchschnittliche pH-Wert des Oberflächenwassers gesunken, was einer deutlichen Zunahme des Säuregrads entspricht.

Besonders Organismen, die Schalen oder Skelette aus Kalk bilden, können dadurch in Schwierigkeiten geraten. Dazu gehören bestimmte Planktonarten, Muscheln und Korallen.

Sauerstoffarme Gebiete

Steigende Temperaturen und hohe Nährstoffeinträge können dazu führen, dass in einigen Meeresregionen weniger Sauerstoff verfügbar ist. Grundsätzlich kann warmes Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen als kaltes Wasser.

Zusätzlich gelangen über Flüsse große Mengen Stickstoff und Phosphor aus Landwirtschaft, Abwässern und Industrie ins Meer. Diese Nährstoffe begünstigen das Wachstum von Algen. Wenn die Algen absterben, bauen Mikroorganismen sie ab und verbrauchen dabei Sauerstoff.

In schlecht durchmischten Küstengewässern können dadurch sauerstoffarme oder sogar sauerstofffreie Zonen entstehen. Fische verlassen solche Gebiete, sofern sie rechtzeitig ausweichen können. Langsamere oder am Boden lebende Tiere sterben dagegen häufig.

Ölunfälle und Küstenverschmutzung

Unfälle bei der Förderung oder dem Transport von Erdöl können Küsten und marine Lebensräume über Jahre hinweg belasten. Öl verklebt das Gefieder von Seevögeln, schädigt die Isolation von Meeressäugern und kann Fische, Muscheln sowie Plankton vergiften.

Besonders problematisch sind Unfälle in Mangroven, Salzwiesen und flachen Küstengewässern. Dort lässt sich das Öl nur schwer entfernen, ohne den Lebensraum zusätzlich zu beschädigen.

Neben spektakulären Großunfällen gelangen regelmäßig auch kleinere Mengen Öl ins Meer. Sie stammen unter anderem aus der Schifffahrt, aus Häfen, aus dem Straßenabfluss und aus undichten Anlagen. Um einen wirksamen Schutz zu gewährleisten, müssen Staaten deshalb sowohl große Risiken als auch die dauerhafte alltägliche Verschmutzung verringern.

Wie lässt sich der Atlantik schützen?

Um den Atlantischen Ozean wirksam zu schützen, ist die Zusammenarbeit zahlreicher Staaten, Unternehmen und internationaler Organisationen erforderlich. Kein Land kann den Ozean allein bewahren, denn Strömungen, wandernde Tiere und Verschmutzungen überschreiten politische Grenzen.

Gleichzeitig beginnt Meeresschutz nicht erst auf dem Wasser. Entscheidungen über Energie, Landwirtschaft, Verkehr, Abwasser und Abfallwirtschaft an Land wirken sich unmittelbar auf den Atlantik aus.

Meeresschutzgebiete

Schutzgebiete können empfindliche Lebensräume bewahren und Fischbeständen Zeit zur Erholung geben. Es reicht jedoch nicht aus, eine Fläche lediglich auf einer Karte zu markieren.

Ein wirksames Schutzgebiet braucht klare Ziele, Kontrollen und ausreichend Personal. Je nach Region können Fischerei, Rohstoffabbau, Schiffsverkehr oder Tourismus eingeschränkt werden. In besonders sensiblen Kernzonen kann jede wirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen sein.

Schutzgebiete sollten außerdem ein zusammenhängendes Netzwerk bilden. Wandernde Tiere und treibende Larven benötigen Verbindungen zwischen ihren Nahrungs-, Fortpflanzungs- und Aufwuchsgebieten.

Nachhaltige Fischerei

Fangquoten, Schonzeiten und selektive Fangmethoden sollen verhindern, dass Fischbestände dauerhaft zusammenbrechen. Zu diesem Zweck untersuchen Fachleute regelmäßig, wie groß ein Bestand ist, wie viele Jungtiere nachwachsen und welche Fangmenge langfristig tragbar bleibt.

Technische Maßnahmen können den Beifang verringern. Dazu gehören Fluchtöffnungen, andere Hakentypen, veränderte Netze und die zeitlich begrenzte Sperrung bestimmter Gebiete.

Ebenso wichtig sind transparente Lieferketten. Verbraucher:innen, Handel und Gastronomie sollten nachvollziehen können, woher ein Fisch stammt und mit welcher Methode er gefangen wurde.

Weniger Müll und Schadstoffe

Um die Belastung des Atlantiks zu verringern, müssen Abfälle und Schadstoffe bereits an Land vermieden werden. Dazu gehören eine langlebige Produktgestaltung, funktionierende Sammelsysteme und eine bessere Abwasserreinigung.

Unternehmen können Verpackungen reduzieren und Produkte so gestalten, dass sie sich reparieren oder wiederverwenden lassen. Städte und Gemeinden können verhindern, dass Müll über Straßenabläufe und Flüsse ins Meer gelangt.

Auch die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Durch präziser eingesetzte Düngemittel, begrünte Randstreifen und geschützte Feuchtgebiete kann der Eintrag von Nährstoffen verringert werden.

Internationale Zusammenarbeit

Da Meeresströmungen und wandernde Tierarten keine Staatsgrenzen kennen, müssen Schutzmaßnahmen international abgestimmt werden. Zu diesem Zweck gibt es Fischereiabkommen, Meeresschutzkonventionen und gemeinsame Forschungsprogramme.

Besonders anspruchsvoll ist der Schutz von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsgewässer. Dort müssen die Staaten gemeinsam Regeln für Fischerei, Schifffahrt, Forschung und mögliche Rohstoffnutzung entwickeln.

Darüber hinaus benötigen ärmere Küstenstaaten technische und finanzielle Unterstützung. Langfristig kann Meeresschutz nur funktionieren, wenn er zugleich Ernährungssicherheit, Arbeitsplätze und die Interessen lokaler Gemeinschaften berücksichtigt.

Der Atlantik entscheidet mit über unsere Zukunft

Die Zukunft des Atlantiks ist eng mit der Zukunft des globalen Klimas, der biologischen Vielfalt sowie der menschlichen Gesellschaft verbunden. Er speichert Wärme, nimmt Kohlendioxid auf, transportiert Feuchtigkeit und ermöglicht einen großen Teil des weltweiten Waren- und Datenverkehrs.

Gleichzeitig darfst du seine Größe nicht mit Unverwundbarkeit verwechseln. Überfischung, Kunststoffabfälle, steigende Temperaturen, Versauerung und der Verlust wertvoller Küstenlebensräume verändern den Ozean bereits heute.

Dennoch bestehen wirkungsvolle Handlungsmöglichkeiten. Schutzgebiete, nachhaltige Fischerei, saubere Energie, weniger Abfall und internationale Zusammenarbeit können den Druck auf die Ökosysteme reduzieren. Auch die Forschung bleibt entscheidend, denn große Teile der Tiefsee sind noch kaum untersucht.

Der Atlantik trennt Kontinente – und verbindet sie zugleich. Genau deshalb tragen die Staaten auf beiden Seiten eine gemeinsame Verantwortung. Wie wir heute mit diesem Ozean umgehen, bestimmt mit, welche Lebensräume, Nahrungsquellen und klimatischen Bedingungen künftige Generationen vorfinden werden.

Häufig gestellte Fragen zum Atlantischen Ozean

Wie groß ist der Atlantische Ozean?
Der Atlantische Ozean bedeckt einschließlich seiner Nebenmeere eine Fläche von ungefähr 106,46 Millionen Quadratkilometern. Damit ist er nach dem Pazifik der zweitgrößte Ozean der Erde.

Wie tief ist der Atlantik?
Der Atlantik ist über große Flächen mehrere Tausend Meter tief. Seine tiefste Region befindet sich im Puerto-Rico-Graben. Dort wurden Wassertiefen von mehr als 8.400 Metern gemessen.

Welche Kontinente grenzen an den Atlantik?
Nordamerika und Südamerika grenzen im Westen an den Atlantik. Europa und Afrika liegen an seiner Ostseite. Im Süden reicht der Atlantik bis zum Südlichen Ozean rund um die Antarktis.

Woer hat der Atlantische Ozean seinen Namen?
Der Name geht auf Atlas aus der griechischen Mythologie zurück. Antike Autoren verwendeten Bezeichnungen wie „Meer des Atlas“ für Gewässer westlich der damals bekannten Welt. Daraus entwickelte sich später der Name Atlantischer Ozean.

Was ist die größte Insel im Atlantik?
Grönland ist die größte Insel im Atlantik und zugleich die größte Insel der Erde, sofern Australien als Kontinent und nicht als Insel eingeordnet wird. Der größte Teil Grönlands ist von einem mächtigen Eisschild bedeckt.

Warum ist der Golfstrom wichtig?
Der Golfstrom transportiert warmes Wasser aus den Tropen in den Nordatlantik. Dabei gibt der Ozean Wärme an die Atmosphäre ab. Zusammen mit den vorherrschenden Westwinden und weiteren Einflüssen prägt dieser Wärmetransport das Klima im Nordatlantikraum.

Sind Golfstrom und AMOC dasselbe?
Nein. Der Golfstrom ist eine schnelle, oberflächennahe Strömung, die stark durch Winde und die Erdrotation angetrieben wird. Die AMOC ist dagegen ein größeres Zirkulationssystem, zu dem oberflächennahe und tiefe Strömungen gehören. Der Golfstrom bildet einen Teil dieses Systems, ist aber nicht mit ihm identisch.

Kann die Atlantische Umwälzzirkulation zusammenbrechen?
Die AMOC kann sich verändern und nach wissenschaftlichen Projektionen infolge der Erderwärmung abschwächen. Wie schnell und wie stark dies geschieht, ist jedoch unsicher. Ein vollständiger Zusammenbruch gilt als mögliches Risiko, lässt sich aber nicht als sicherer oder unmittelbar bevorstehender Vorgang darstellen.

Wird der Atlantische Ozean größer?
Ja. Am Mittelatlantischen Rücken entsteht fortlaufend neue ozeanische Kruste. Dadurch entfernen sich die angrenzenden tektonischen Platten und der Atlantik wird langsam breiter. Dieser Prozess verläuft mit lediglich wenigen Zentimetern pro Jahr, wirkt aber über Millionen Jahre.

Warum gibt es im Atlantik Hurrikane?
Hurrikane können entstehen, wenn warmes Meerwasser, hohe Luftfeuchtigkeit, eine instabile Atmosphäre und günstige Windbedingungen zusammentreffen. Die Verdunstung liefert Feuchtigkeit, während bei der Wolkenbildung Energie freigesetzt wird. Die Erdrotation versetzt das System schließlich in Drehung.

Welche Tiere leben im Atlantik?
Im Atlantik leben unter anderem Wale, Delfine, Haie, Meeresschildkröten, Thunfische, Kabeljaue, Quallen, Krebse, Korallen und zahlreiche Planktonarten. In der Tiefsee kommen außerdem hoch spezialisierte Tiere vor, die Dunkelheit, Kälte und hohem Druck standhalten.

Was ist die Sargassosee?
Die Sargassosee ist ein Meeresgebiet im Nordatlantik, das nicht von Küsten, sondern von umlaufenden Meeresströmungen begrenzt wird. An der Oberfläche treiben große Mengen Sargassum-Algen. Sie bieten vielen Tieren Schutz und Nahrung. Außerdem gilt die Region als Fortpflanzungsgebiet des Europäischen und Amerikanischen Aals.

Welche Meere gehören zum Atlantik?
Zu den Rand- und Nebenmeeren des Atlantiks gehören unter anderem die Nordsee, die Ostsee, das Mittelmeer, das Karibische Meer, der Golf von Mexiko, die Labradorsee und das Europäische Nordmeer.

Warum ist der Atlantik wirtschaftlich so wichtig?
Der Atlantik verbindet große Wirtschaftsregionen in Europa, Afrika sowie Nord- und Südamerika. Über ihn werden Waren und Energieträger transportiert. Zudem nutzen Menschen ihn für Fischerei, Tourismus, Offshore-Energie und Telekommunikation. Unterseekabel auf dem Meeresboden übertragen den überwiegenden Teil des internationalen Datenverkehrs.

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Letzte Änderung vom 11.08.2026